Lernende Region Schwandorf

Erste Ergebnisse zur Umfrage "MINT in Kitas"

Im Januar 2020 hat das MINT-Management eine Befragung zum Thema MINT in Kitas bei den Einrichtungen des Landkreises durchgeführt. Von den 92 Einrichtungen des Landkreises haben sich 47 an der Umfrage beteiligt. Damit ergibt sich eine mehr als erfreuliche Rücklaufquote von 58,7%.

Die Umfrage erfragte unter anderem die Ausgangslage in den Kitas, wie Anzahl und Alter der Kinder, behandelte Themenbereiche und Projekte, Kooperationspartner sowie Herausforderungen und Schwierigkeiten. Beleuchtet wurde außerdem auch die Einstellung von Pädagogen und Eltern zu den Themen MINT und digitale Bildung in der Frühkindheit.

Folgende Ergebnisse lassen sich nach einer ersten Analyse feststellen:

  • Projekte: Die Kitas bieten bereits sehr viel zu diesem Thema an, vieles dabei sogar ohne Bewusstsein darüber, dass es sich dabei um MINT-Bildung handelt. Die meisten Angebote gibt es für Vorschulkinder. Mathematik und Natur spielen eine wesentliche Rolle, Technik und Informatik spielen eher eine nachrangige Rolle. Vor allem Informatik wird eher vernachlässigt.
  • Projektkooperationen: Partnerschaften in Projekten finden statt, am häufigsten wurden Förster, Imker, der Naturpark Oberpfälzer Wald oder andere genannt. Eine Zusammenarbeit mit Unternehmen oder Schulen kommt weit weniger oft vor, Projekte zwischen mehreren Kitas sind nicht genannt worden.
  • Weiterbildung und Fachpersonal: Etwa die Hälfte der Kitas gab an, über Beschäftigte mit einer speziellen MINT-Weiterbildung zu verfügen. Allerdings gibt es keinen spezifischen Zusammenhang zwischen ausgebildetem Personal und der Anzahl an durchgeführten Projekten.
  • Bedeutung von MINT und digitaler Bildung: Generell wird es als wichtig eingestuft, Kinder bereits in diesem Alter mit MINT in Kontakt zu bringen. Allerdings ist eine Differenzierung zwischen MINT und digitaler Bildung zu erkennen, d.h. MINT soll gefördert werden, digitale Bildung soll dabei aber eher eine zurückhaltende Rolle spielen.
  • Eltern: Eltern werden bei Projekten zwar informiert, allerdings nur sehr selten aktiv eingebunden. Generell schätzen die Einrichtungen die Eltern so ein, dass ihnen MINT-Förderung wichtig ist, allerdings auch hier unter der Prämisse, dass digitale Bildung eher skeptisch gesehen wird.
  • Ausstattung: Zur Förderung der digitalen Bildung sind viele Kitas nicht mit entsprechenden Geräten ausgestattet oder nutzen diese nicht im erzieherischen Alltag.
  • Herausforderungen und Wünsche: Viele Kitas wünschen sich Unterstützung in der MINT-Bildung. Eine wesentliche Rolle spielen dabei lokale Weiterbildungsangebote oder Informationen über Best-Practice-Beispiele.

 

Die Ergebnisse der Umfrage sollen Grundlage für die Erarbeitung geeigneter Maßnahmen sein, um die Einrichtungen besser zu unterstützen und so die MINT-Bildung für die jüngsten in der Gesellschaft zu verbessern. In diesen Prozess sollen mehrere Akteure beteiligt werden.

 05.03.2020